Sonntag, 28. April 2013

home made Nutella

Zart schmelzend, nussig, fast wie eine feine Mousse kommt dieser leckere Schoko-Nuss-Aufstrich daher, und ich bin die stolze Erfinderin :-))) Und das Tessiner Brot, oder auch die Sonntagsbrötchen haben nun einen tollen Begleiter.

Ich habe das Bild extra so groß gemacht: so it gives you the feeling, you wanna plunge, dive into this warm sweetness, yes, drink it, be covered by it...



Inspiriert wurde ich durch das einfache Schokoaufstrich-Rezept aus dem Buch "Schokoladenzauber" von Trisha Ashley. Der entscheidende Impuls kam jedoch von einer Schachtel voller Nüsse aus dem Umland, die wir geschenkt bekamen. Sind sie nicht hübsch?



Wie ausgleichend, harmonisierend die Schoko-Nuss-Creme sein kann, beweist das folgende Bild: die 8 ist so offensichtlich. 8, die Ausgleichung, hm, oder auch liegend, als Ewigkeit. Das süße Leben als Prinzip, für die Ewigkeit! Das wäre auch Mal ein gutes Sonntagsgebet. 



Okay, hier kommt das super einfache Rezept.

Dienstag, 23. April 2013

Tessiner Brot

Seit Anfang diesen Jahres (2013) gibt es bei uns (fast) nur noch selbst gebackenes Brot. Lange war ich davon überzeugt, Brot Backen wäre viel zu kompliziert. Dabei ist es so einfach! Und, unglaublich, aber wahr: selbst gebackenes Brot ist so lecker!



Alles, was man braucht, sind gute Zutaten (am Besten Bio) und Zeit. Ich knete am liebsten selber den Teig statt ihn der Küchenmaschine zu übergeben. (Übrigens besitze ich auch keine Küchenmaschine.) Ich fühle in meinen Händen, ob der Teig noch Wasser braucht, oder Mehl, und wann der Teig geschmeidig wird. Die Zutaten unterliegen nämlich täglichen Schwankungen wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur etc. Und es ist eine sinnliche Arbeit, mit den Händen etwas zu erschaffen.




Selbst das Gehen des Teiges hat etwas Besonderes. Der Teig wird zugedeckt: etwas entwickelt sich im Dunklen. Es ist wie der Winter, scheinbar kommt alles zum Stillstand. Doch unterirdisch, dem Blick aller entzogen, sammeln sich die Kräfte, der Saft, für den Frühling, für das Erblühen. 

Ja, und man darf den Teig nicht stören. Gute Dinge brauchen Weil'. So ist es auch mit vielen Dingen im Leben. Und wenn ich sonst kein Mensch der Geduld bin, so erinnere ich mich beim Brot Backen wieder daran, dass auch die Kreativität diese so wertvolle Zeit des Gehens braucht, um neue Ideen und Impulse auszubrüten und zu gebären.





















Nach all diesen philosophischen Anschauungen von Natur, Leben und Menschen dürfen wir uns nun dem Essen zuwenden, das nach so einer geistigen Anstrengung nur allzu willkommen ist. Das Tessiner Brot backe ich Mal als Brötchen/Semmel im Ring, Mal im Kasten als Sandwich-Brot.



Jetzt kommen wir zum Rezept.

Samstag, 20. April 2013

wrap it up!

Irgendwann kommt jede/r, der/die näht, in Versuchung, nicht nur den Menschen, sondern auch Mal den Kleiderbügel hübsch anzuziehen.




Ich hatte von dem Patchwork-Kissen noch ein Stück Volumen-Vlies übrig. Gerade genug, um einen Kleiderbügel damit einzuwickeln. 



Mit dem Wendestich die Ränder zusammennähen. Das war übrigens eine total hübsche Arbeit, mit dem Nadel durch das reine Weiß seinen Weg zu bahnen... wie durch frischen Schnee (okay, ich weiß, davon hatten wir nun wirklich genug in den letzten drei Monaten), oder auch durch dichten Nebel... da beginnt mein Geist sofort, in eine Märchenwelt einzutauchen... wie die Feenwelt von Avalon...




Stoffreste anlegen und sich überlegen, wie es am Ende aussehen soll. Am besten, die Breite und Länge vom Kleiderbügel ausmessen, aufzeichnen auf einem Papier. Dann entsprechend die Stoffreste zuschneiden. Es sollte ein längliches Rechteck entstehen, den Kleiderbügel so reinlegen, dass die Ränder an der oberen Kante treffen. Siehe auch das Foto oben. Statt nun den Wendestich (beim Volumen-Vlies), jetzt die Ränder mit normalem Steppstich per Hand zunähen.



Montag, 15. April 2013

Blütentraum

Ich mag Bilder, die Geschichten erzählen, bzw. offen lassen, was für eine Geschichte erzählt wird.



Bei einem Mode-Shooting ist wichtig, dass (möglichst) alle Qualitäten des Stoffes für die Leserschaft ersichtlich sind: die Beschaffenheit, die Art des Materials, die Farben, wie der Stoff fällt...


Der zweite Schritt besteht dann darin, die Fotos zu präsentieren. Dabei liebe ich es, wenn aus der Zusammenstellung der Fotos plötzlich eine Geschichte entsteht, bzw. offen gelassen wird, was für eine Geschichte erzählt wird. 

Die vielen Türen, die Figuren in Relation zur jeweiligen Tür, die Relationen der Figuren untereinander, und dass sie ein und dieselbe Person sind... fast wie ein kleines Theaterstück... 



Das Kleid habe ich vor einiger Zeit für diesen Frühling/Sommer fertig gestellt. Der Stoff ist aus Feinstrick. Das Kleid ist oben tailliert geschnitten, unten weit ausgestellt.



Selbst der Stoff ist ein wunderschönes Bild, das Geschichte erzählt.


Freitag, 12. April 2013

Wenn's Mal schnell gehen muss...

Manchmal ähnelt die Zeit einem gemächlichen Fluss, fast träge, es passiert (scheinbar) so gut wie gar nichts. Wie der diesjährige Winter... wo alles in Freeze-Stellung verharrte... und dann, plötzlich, ohne Warnung, wuuusch! Geht alles so wahnsinnig schnell, wie eine geöffnete Schleuse... und ohne aufzublicken, ist man schon Meilen weit... woanders.

... oder man wird überflutet von Aufgaben, die aus dem Nichts auftauchen...
Für solche Zeiten muss auch die Zubereitung vom Essen schnell gehen ohne an Qualität einzubüßen. 


Wie gut, dass ich im letzten post den Kimchi sowie den Reis mit Azuki-Bohnen schon vorgestellt habe. Die rote Suppe ist Rest-Verwertung: übergebliebene Rinder-Suppe, aufgepeppt mit Kimchi und Seidentofu. Wer Kimchi schon kennt, weiß, woher die feuerrote Farbe (und die wohlige Schärfe) kommt: von den schon viel gepriesenen Korean Peperoni Flakes. Dazu gibt es den Reis mit Azuki-Bohnen, und als Snack: Russische Eier.












Für die Suppe die Rinderbrühe (bzw. Gemüsebrühe für die vegetarische Version) aufkochen, Kimchi (Menge nach Geschmack sowie Schärfe-Verträglichkeit) dazu geben. 10 Min. köcheln. Dann den Seidentofu dazu geben, einmal aufkochen lassen. Fertig. 
Wer etwas Grün mag, kann auch Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten, drüber streuen oder mit dem Seidentofu einmal aufkochen lassen.









Für die Russischen Eier

4 Eier hart kochen (8-10 Min.), kalt abschrecken, pellen, halbieren, die Eigelbe heraus löffeln und in einer größeren Schüssel legen, mit einer Gabel zerdrücken.

2 Sardellen (in Öl), 1 Tl Kapern fein hacken. Zu den Eigelben geben. 1 Tl Dijon-Senf, 1 große Prise schwarzer gemahlener Pfeffer, 1 El Olivenöl zu der Mischung geben, alles gut miteinander vermischen.

Mit Hilfe von 2 Teelöffeln die Füllung portionieren und damit die Eiweiß-Hälften füllen.

Mittwoch, 10. April 2013

Tofu-Delight

Der Frühling ist da, wenn auch zögerlich, und es gibt mit dem gebratenen Tofu etwas Leichtes auf dem Tisch plus etwas Vitaminschub.




Das Gericht ist denkbar einfach und geht schnell: Tofu anbraten, Sauce währenddessen mixen. Fertig. 

Man kann es entweder als Snack zwischendurch servieren, oder wie oben abgebildet, ein wenig Kimchi (koreanisch eingelegter China-Kohl, sehr scharf, pikant würzig, und äußerst vitaminreich) sowie Reis mit rotem Azuki-Bohnen dazu reichen, das ergibt eine vollständige Mahlzeit.

Für das Tofu-Gericht kommen die koreanischen Peperoni Flocken wieder zum Einsatz. Näheres siehe meinen post "Heißes aus Korea". 

Kimchi ist fertig gekauft, da recherchiere ich noch nach einem super schnellen Rezept zum Selber Einlegen. Für den Reis mit Azuki-Bohnen: eine Handvoll Azuki-Bohnen über Nacht im Wasser einweichen. Am nächsten Tag ca. 1 1/2 Std. ohne Salz im Wasser köcheln, bis sie weich sind. Salzen. Reis (vorzugsweise runder Reis) separat kochen. Azuki-Bohnen mit dem fertigen Reis vermischen.

Azuki-Bohnen kommen in China, Japan und Korea in erster Linie in süßen Speisen zum Einsatz. Ich habe oft überlegt, dass sie so was wie Schokoladen-Bohnen sind, nur ohne Rösten. Es gibt Reiskuchen mit Azuki-Bohnen in allen denkbaren Variationen, gefüllte Pfannkuchen mit Azuki-Bohnenmus, im Sommer Azuki-Bohnen Eis (mit Milch)...  
Salzige Version wie Reis mit Azuki-Bohnen ist in Japan und Korea äußerst beliebt. Ich habe es jetzt erst ausprobiert. Es schmeckt tatsächlich phantastisch.

Sonntag, 7. April 2013

turn the lights on...

Ich liebe es, zu photographieren, ich liebe Blumen, und ich liebe das Basteln: 
combine all these three, blend well..., add some straw, and a little bit wire to fix...

... and here we go: Lampenshirm à la Qing.



Ansicht tagsüber:



Variation: Blumen vom Balkon 2010: Clematis und Dahlie. 

Die Natur hat es nicht nötig aufzubewahren oder zu konservieren. Der Mensch ist jedoch darauf angewiesen, z.B. die Früchte einzumachen, das Gemüse einzulegen für kältere Jahreszeiten. Auf immaterieller Ebene bewahrt ein Erinnerungsphoto die Schönheit eines Augenblicks.

So fällt es mir etwas leichter, die Blumen in ihrem eigenen Lauf gehen zu lassen. Und sie wissen, ich habe sie gesehen, in all ihrer Zartheit, Farbenpracht und Schönheit. 





Für den Lampenschirm brauchst du:
4 schöne Fotos auf Folie gedruckt (Foto-Fachgeschäft), transparentes Papier, ein Locher, ein Stückchen Draht (für die Halterung an der Lampe), Bändchen zum Knüpfen aus Papier.


P.S. Achtet auf die Farben von den Fotos, die du verwenden möchtest: warme Farben erzeugen eine warme Ambiente, kühle Farben entsprechend eine kühle. Zuviel Motive könnten die Helligkeit vermindern... etc. Überlege am besten, wofür du die Lampe einsetzen willst, das bestimmt letztendlich die Auswahl der Fotos.


Donnerstag, 4. April 2013

Heißes aus Korea

Auf diese Herz wärmende, super scharfe und köstliche Rindfleischsuppe aus Korea (Yukgaejang) kam ich, weil der Winter sich gedacht hatte, ach, ist doch schön hier in Deutschland, halte ich gut aus. Der Mensch hielt den Winter aber nimmer länger aus, vor allem dieses ewige Frostige, da muss ordentlich Feuer und Hitze her. Das Feurige passt auch gut zum Motto von April.


Der Hauptakteur: koreanische Peperoni Flocken. Dazu gibt es eine kleine Anekdote, die ich schon vor einigen Tagen auf facebook erzählt hatte:

Coming soon on my blog "einfachklar.blogspot.de"

Neulich war ich beim Koreaner einkaufen. Nachdem ich die Regale abgesucht hatte, ging ich zur Kasse und fragte, ob es eine kleinere Packung von den Korean Pepper Flakes (Red Hot Chili Pepper) gibt. Der Besitzer entschuldigte sich, "oh kann sein, dass es aus ist..." und ging mit mir zum Regal. "Ah, da ist doch die kleine Packung!" ... Wir reden hier von einem halben Kilo! von dem scharfen Zeug!

Ich schrieb auch:  "... Tatsächlich bilden diese feuerroten, scharf-würzigen Peperoni Flocken das Herz der koreanischen Küche."


Ich konnte noch nicht wissen, wie Recht ich damit haben werde. Ich hatte die Suppe schon Mal gekocht, mit "Ersatz", d.h. Chili-Pulver und thailändischer Chilischote. Es waren Welten zwischen den beiden Versionen. Im Nachhinein war es sehr interessant, über die blosse Schärfe hinaus weitere Geschmacksnuancen wahrnehmen zu können. 

So gesehen bilden die Peperoni Flocken tatsächlich das Herz der koreanischen Küche. Ohne sie war die Suppe gewöhnlich scharf, Soja Sauce und Sesamöl stechen jeweils hervor. Mit den Flocken werden die verschiedenen Zutaten erst zu einem Ganzen, einer Einheit harmoniert. Diese Einheit entfacht eine wärmende Schärfe im Mund und im Körper, sie schmeckt süß und voll.




Die Suppe ist eine Angelegenheit von ca. 2 Stunden. 3/4 Stunde Rindfleisch-Suppe kochen, Fleisch und Gemüse vorbereiten, in Peperoni-Öl kurz anbraten, zurück in die Suppe, noch eine weitere Stunde köcheln.

Die Suppe isst man als Hauptmahlzeit mit Reis, in einer extra Schüssel serviert. 

Dienstag, 2. April 2013

kreative Ordnung

Die meisten Menschen haben die Vorstellung, dass kreative Menschen total chaotisch sind. Ich im Gegenteil brauche totale Ordnung, damit ich alles finde. 

Die Dinge sollen möglichst nicht übereinander liegen, schließlich hat der Mensch noch keinen Röntgenblick. Sondern senkrecht hintereinander: aus der Vogelperspektive findet der Adler sogar ein Feldmäuschen. 






Da ich eh' eine Leidenschaft für Papier verschiedenster Art habe, und gerne Cutter und Lineal schwinge, kommt mir der Bedarf für Ordnungshüter immer sehr entgegen. Yuhu! Bastelzeit!


Weil ich meine Leidenschaft so gut kenne, wird im Alltag Pappe aller Art aufgehoben. Die Pappe unten stammt von einem alten Kalender, nachdem alle Bildseiten abgerissen wurden. Ich hatte auch schon Schachtel für Wein, (saubere) Pizzaschachtel verwertet (werde ich noch alles hier auf dem blog vorstellen). Was Papier betrifft, es muss nicht immer das Teuerste, oder gekauft sein. Früher gab es sehr schöne Einkaufstüten, oh ja... oder stabiles buntes Papier aus Hochglanz-Magazin... (kommt auch alles noch auf diesem blog). So viel zum Thema: kreatives Recyceln. 


Noch einmal das Papier bewundern...


























Unten seht Ihr, wozu die neuen Schachtel gebraucht werden. 

Inspiration & Freude wünscht euch
Qing
























Feuer & Flamme

... ist das Motto für April 2013. 
Feuerrot, leidenschaftlich, die Herzenswünsche leben.  

Rot ist die Farbe des 1. Chakras, des Wurzelchakras. Es steht für Leben auf Erden, körperlich damit korrespondierend sind die Knochen, der Becken, die Beine und die Füße. Rot ist auch die Farbe für das Herz.

Im Negativen Zustand erleben wir mit Rot Aggression, materielle Obsession, Existenzangst. Im Positiven repräsentiert es Stabilität (mit beiden Füßen auf dem Boden, auf eigenen Füßen stehen), Durchsetzungskraft und Mut.



















Diese Ohrringe stammen aus meinem Werkstatt. Es handelt sich um feuerrote Bohnen, die mir meine Eltern aus China mitgebracht haben. 

Objekte/Essen/Trinken aus der Heimat stärken die Wurzelchakra. Die rote Farbe soll mich an meine Kraft erinnern.