Freitag, 25. Oktober 2013

Liebe(r) das Leben

Letztens las ich doch tatsächlich in einer Zeitschrift, oder war es in einer Zeitung, jedenfalls, dass insbesondere Kreative von der Arbeitssucht betroffen sind. Workaholic?! Aufgewühlt, zog ich schnell quietschend die Notbremse. 

Was macht das wirkliche Leben aus? Liebe! Liebe! Liebe! Flüsterte mir vor fünf Jahren die Amma eindringlich in die Ohren. Es klingt so abstrakt. Die Liebe. 


Ich schloss die Augen. Halt… ich tränkte zwei Wattepads voll mit Rosenwasser und legte sie auf meine müden Augen. Die Kühle, der Duft begannen sofort ihre Wirkung. Ich war wie in einem sanften, weichen, flauschigen Etwas gehüllt. Wie von allein wurde der Körper weicher, die Muskeln gaben nach... auch die Nerven, die Gedanken.

Wie Däumling in einer Walnuss-Schale ließ ich mich in diesem Rosen-Duft wiegen. Sich selbst ins Herz nehmen. Das erzählte ich ein paar neuen Bekannten, vor einer Woche. Wie machst du das? Fragte eine. Und ich erinnerte mich wieder an meine eigenen Worte: Frage dich, wie geht es mir? Was brauche ich? Was tut mir jetzt gut? Nichts, was zu weit weg ist, sondern jetzt, hier, in diesem Augenblick. 

Still werden. Fühlen. Atmen. Oh ja, ich mache mir gleich einen Beauty-Drink: aus etwas frisch gepresstem Zitronensaft, etwas Rosenwasser und Trinkwasser. Wer mag, kann das Ganze noch mit Holunderblüten-Sirup süßen. 

Liebe. So einfach. Und doch, so schwer in einer Gesellschaft, die alles auf Arbeit, Geld, sprich Überleben setzt. Ein Artikel von einer 85-jährigen alten Dame erregte Aufsehen. Am Sterbebett wurde sie gefragt, was sie in ihrem nächsten Leben anders machen würde. Sie sagte: weniger arbeiten, mehr lachen, mehr barfuss über eine grüne Wiese laufen und die Tautropfen an den Füßen spüren, weniger Sicherheit, mehr Risiko und Abenteuer, mehr "Fehler" machen...

Aber warum erst am Sterbebett, und nicht schon jetzt? Und wer weiß, vielleicht lebt man im nächsten Leben wieder bis zum 85. Lebensjahr, um das, was man will, endlich herauszufinden, und es ist vielleicht zu spät?

Egal, was man arbeitet, wie viel man verdient, wie viel Prestige oder Titel man hat. Was die Liebe nährt ist das Sein: da sein für sich selbst, da sein, mit Eltern, Partner, Freunden... man muss nichts tun, oder machen, sondern einfach da sein. Und dann wirst du wissen, ja, an jenem sonnigen Tag, da bist du mit jemandem spazieren gegangen, schüchtern, und doch mit pochendem Herzen, und da, dieser Augenblick des Abschieds, ohne Worte, nur die Zartheit der inneren Verbundenheit. Und die Liebe.



Rosenwasser ist gut gegen Entzündung und insbesondere für die Augen.
Es kann Getränken, Speisen beigegeben werden. Im kosmetischen Bereich als Badewasser-Zusatz, für müde Augen (als Pads aufzulegen), oder als Gesichtsmaske (Heilerde, Rosenwasser, Joghurt).


Freitag, 11. Oktober 2013

Malstunde...

Manchmal werden meine Sehnsucht und die Freude nach Farben so groß, dass ich doch lieber zum Stift, Pinsel oder in diesem Fall, nach der "Maus" greife...

Was ist für dich Gelb, Orange, Gold? Was siehst du in diesem Bild? Was für Emotionen, Gefühle verbindest du mit diesen Farben? Was für Bilder, Erinnerungen schwimmen hoch?


Und was ist in diesem Türkis? Diesem Blau? Kühl? Erfrischend? Oder Friedvoll, gesprenkelt mit Hoffnung?